SMART CAMP am Schulzentrum Kühlungsborn

Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien. Am 26. und 27. Juni 2026 fanden am Schulzentrum Kühlungsborn zwei spannende Projekttage im Rahmen des "SMART CAMP - Create & play responsibility" statt.

Unter der Schirmherrschaft von Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg- Vorpommern, beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 9R und 10G intensiv mit den Chancen und Risiken digitaler Medienwelten.

Organisiert wurde das Projekt vom Social-Impact-Unternehmen für Digitalbildung BG3000 unter der Leitung von Carina Strauss in Kooperation mit LOTTO Mecklenburg-Vorpommern.

Der erste Projekttag stand ganz im Zeichen von Aufklärung und Prävention. Expertinnen und Experten aus den Bereichen Psychologie, Recht und digitale Bildung arbeiteten gemeinsam mit den Jugendlichen zu Themen wie Gaming, Gambling, Datenschutz, Suchtprävention und dem Erkennen unseriöser Medienanbieter. Dabei ging es nicht nur um Gefahren im digitalen Raum, sondern vor allem auch darum, einen bewussten und reflektierten Umgang mit digitalen Angeboten zu fördern.

Am zweiten Tag konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Kreativität unter Beweis stellen. Profis aus der Social-Media-Welt und der digitalen Bildung leiteten praxisnahe Workshops, in denen eigene Beiträge zu aktuellen Themen entwickelt wurden. Gleichzeitig wurden Möglichkeiten besprochen, Risiken in sozialen Netzwerken und digitalen Plattformen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Im anschließenden Pressegespräch betonte Sozialministerin Stefanie Drese die große Bedeutung solcher Projekte. Viele Kinder und Jugendliche bewegten sich heute selbstverständlich in digitalen Welten – häufig sicherer als ihre Eltern. Verbote seien deshalb keine Lösung. Vielmehr müsse ein gesunder Umgang mit digitalen Medien erlernt werden. Gerade im Bereich der mentalen Gesundheit sehe sie großen Handlungsbedarf. Zudem forderte sie neben verstärkter Aufklärung auch strengere Anforderungen an digitale Plattformen.

Auch Julian Czerwiec von LOTTO Mecklenburg-Vorpommern unterstrich die Bedeutung von Jugend- und Spielerschutz. Besonders im Internet gebe es zahlreiche unseriöse Anbieter, vor denen Kinder und Jugendliche präventiv geschützt werden müssten.

Der Psychologe Hauke Meier von BG3000 erklärte, ihm sei besonders wichtig, neben Risiken auch die Chancen digitaler Medien sichtbar zu machen. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass Nutzerinnen und Nutzer Gefahren erkennen und reflektieren lernen. Eltern und Lehrkräfte sollten dabei zunächst mit Verständnis, Empathie und Neugier reagieren, um gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang zu entwickeln.

Unsere Schulleiterin Frau Deiß hob hervor, dass viele Schülerinnen und Schüler bereits über beeindruckende Kenntnisse im Bereich digitaler Medien und Gaming verfügten – oftmals sogar mehr als Erwachsene. Häufig fehle jedoch der kritische Blick auf Risiken und Auswirkungen. Deshalb visiert sie regelmäßige Präventionsangebote nicht nur für Schülerinnen und Schüler, sondern auch für Eltern, an.

Auch Bürgermeisterin Olivia Arndt sprach sich für ähnliche Programme bereits für jüngere Schülerinnen und Schüler aus und sagte ihre Unterstützung zu.

(v.l.n.r.): Bürgermeisterin Olivia Arndt, Schulleiterin Carola Deiß, Medienbeauftragter Raik Dowedeit, Projektleiterin Carina Strauss, Psychologe Hauke Meier, Julian Czerwiec von LOTTO MV und Ministerin Stefanie Drese.

Zurück zur Übersicht